Quereinsteiger

Quereinsteiger

Auch für sog. Quereinsteiger ist die Studienplatzklage eine Möglichkeit an ihren Wunschstudienplatz zu gelangen.

Bei einem Quereinstieg versucht der Bewerber nicht im Rahmen des ersten Semesters in das Studium einzusteigen, sondern innerhalb eines höheren Fachsemesters. Voraussetzung hierfür ist, dass der Bewerber auf anderem Wege die erforderlichen anrechenbaren Leistungen des Studienganges erreicht. Möglich ist dies zum einen im Rahmen eines verwandten Studienganges im Inland, aus dem dann ein Teil der erbrachten Leistungen angerechnet wird. Der Bewerber kann aber auch ein Studium im Ausland aufnehmen, welches einen vergleichbaren Aufbau zu dem deutschen Studiengang aufweist und auf diesem Wege die erforderlichen Leistungen erbringen und anrechnen lassen.

In jedem Fall sind die Chancen des Quereinsteigers in einem höheren Fachsemester aufgenommen zu werden deutlich günstiger. Grund dafür ist, dass die Bewerberkonkurrenz in den höheren Fachsemestern sinkt und daher auch weniger Studienplatzklagen durchgeführt werden. Somit ist die Erfolgsaussicht einer Studienplatzklage für ein höheres Fachsemester noch einmal deutlich höher, als dies für das 1. Fachsemester der Fall ist.

Quereinsteiger und der Anspruch auf BAföG

Häufig stellen sich Bewerber die Frage, ob sie ihren Anspruch auf Zahlung von BAföG verlieren, wenn sie einen Studienplatz nur deshalb annehmen, um einige Leistungsnachweise zu erhalten und später als Quereinsteiger in ihr eigentliches Wunschstudienfach zu wechseln.

Damit der Bewerber auch weiterhin seinen Anspruch auf BAföG behält, muss der Wechsel in das Wunschstudienfach grundsätzlich noch vor Beginn des 4. Fachsemesters erfolgen. Allerdings ist es möglich, dass vom Bewerber bereits erbrachte Leistungen, die dem Bewerber im neuen Studiengang angerechnet werden, auch im Rahmen der Berechnung des BAföG-Anspruchs berücksichtigt werden. Insofern kann unter Umständen die Frist für den Wechsel verlängert werden.