Zahnmedizin

Studienplatzklage Zahnmedizin

Es herrscht wohl allgemeiner Konsens über die Tatsache, dass niemand wirklich gerne zum Zahnarzt geht.

Dennoch ist Zahnmedizin neben Humanmedizin das wohl beliebteste Studium in Deutschland.  Liegt es an den bekanntermaßen guten Verdiensten, die dieser Job später einbringt oder doch an einem brennenden Interesse für Bohrer, Karies und Kronen? Auch wenn Zahnarztbesuche manchmal unschön verlaufen, so ist die Zahnheilkunde mitsamt ihren Kundigen unverzichtbar. 

Immerhin gehört das Studium nicht umsonst zu den teuersten staatsuniversitären Studiengängen Deutschlands. Die zahnärztliche Ausbildung wird von der Approbationsordnung für Zahnärzte geregelt. Danach dauert das Studium der Zahnheilkunde 10 Semester an und gliedert sich dabei in einen vorklinischen und einen klinischen Teil. Die Zuteilung der Studienplätze erfolgt über die Stiftung für Hochschulzulassung.

Jährlich ist die Zahl der Bewerber dabei viel höher, als die Summe der für das Semester freigegebenen Studienplätze an den Universitäten. Daher werden die vorhandenen Plätze zum Teil nach den Abiturdurchschnittsnoten und zum Teil nach Wartesemestern vergeben.

Während eine Abitur Durchschnittsnote zwischen 1,9 und 2,5 für die Teilnahme am Studium in den Jahren zwischen 1995 und 2005 noch völlig ausreichend war, lag der Numerus Clausus im Wintersemester 2015/2016 zwischen 1,1 und 1,2 bei der Abiturbestenquote oder bei mindestens 12 Wartesemestern. 

Doch auch im Rahmen einer Studienplatzklage hat ein Bewerber die Möglichkeit, einen der begehrten Studienplätze zu erlangen. 

Das Prinzip der Studienplatzklage 

Mit der Studienplatzklage besteht eine weitaus schnellere und zielführendere Möglichkeit doch noch einen Studienplatz für Zahnmedizin zu erhalten. 

Grundlage für die Studienklage ist das für jeden Deutschen bestehende Grundrecht auf die freie Auswahl des Berufes aus Art. 12 GG. Dieses Recht auf freie Berufswahl, in diesem Fall der Beruf des Zahnarztes, wird dadurch eingeschränkt, dass die Universitäten und Hochschulen regelmäßig Ablehnungsbescheide an die Bewerber für den Studiengang Zahnmedizin erhalten. Demnach liegt hierin ein Grundrechtseingriff. 

Dieser ist grundsätzlich verfassungswidrig, sollte er nicht aus einem zwingenden Grund des Allgemeininteresses gerechtfertigt werden können. Das Bundesverfassungsgericht entschied in einem Urteil aus den 70er Jahren, dass ein solch zwingender Grund des Allgemeininteresses mit den beschränkten Kapazitäten der Universitäten oder Hochschulen vorliegt. Denn selbstverständlich kann muss es eine rechtliche zulässige Möglichkeit geben, die Zahl der Studienplätze zu begrenzen. Solange eine Universität oder Hochschule die Kapazität an zur Verfügung stehenden Studienplätzen also voll ausnutzt und den Bewerbern anbietet, besteht keine Verletzung des Grundrechts. 

Zu jeder neuen Bewerbungskapagne wird die Kapazität an Studienplätzen von den Universitäten und Hochschulen neu berechnet und mit der Vergabe an die besten Bewerber voll ausgefüllt. Ziel der Studienklage ist es nun, der Hochschule nachzuweisen, dass mit dieser Berechnung eben nicht die volle Kapazität an Studienplätzen ausgeschöpft wurde, sondern dass das Schaffen weiterer Studienplätze möglich wäre. Nach Stellung eines Antrags stellt dann ein Gericht eine überprüfende Nachberechnung der Hochschulkapazität an. Sollte das Gericht zu dem Ergebnis gelangen, dass außerkapazitäre Plätze bestehen, so werden die festgestellten Studienplätze zumeist durch gerichtliches Losverfahren unter den klagenden Bewerbern verteilt. 

Die professionelle Strategie

Eine Studienklage ohne anwaltliche Hilfe selbst in die Hand zu nehmen, kann sich oftmals zum eigenen Nachteil auswirken. Das Informieren auf – teilweise veralteten – Websites kann beispielsweise zu Fehlinformationen über Fristen führen, von denen im Bereich der Studienplatzklage diverse bestehen. Das Einhalten von Frist ist für einen erfolgreichen Verlauf der Studienplatzklage jedoch unbedingt notwendig.  Aus diesem Grund ist es stets ratsam, sich mit diesem Anliegen an einen auf Studienplatzklagen spezialisierten Rechtsanwalt zu verlassen, um den Verlauf der Klage auf höchstem juristischen Niveau sicherzustellen. 

Grundsätzlich ist es auch mit einer Studienklage vergleichsweise eher schwierig einen Studienplatz für Zahnmedizin zugewiesen zu bekommen. Die Anzahl der Kläger ist in diesem Studienfach, ähnlich im in der Humanmedizin, enorm hoch. Ein erfahrener Rechtsanwalt auf dem Gebiet der Studienplatzklagen wird jedoch, durch die Auswahl der richtigen Universitäten und die richtige Anzahl der zu verklagenden Universitäten, Ihre Chancen auf einen Studienplatz um ein Vielfaches steigern können.

Kontaktieren sie uns umgehend

Wir als Kanzlei für Studienplatzklagen sind uns der Relevanz und Wichtigkeit ihres Anliegens bewusst. Die Wahl des Studiengangs, mitsamt der damit verbundenen späteren Berufsausübung, gestaltet einen wesentlichen Teil ihrer Zukunft. Mit einer Erfahrung, die wir in über 30.000 verwaltungsgerichtlichen Verfahren erworben haben, werden wir Sie gerne beraten und vertreten. Nehmen sie daher zu einem frühestmöglichen Zeitpunkt – bestenfalls noch vor Erhalt der Abiturnoten – Kontakt mit uns auf. Wir sind begleiten und beraten Sie auf dem Weg in Ihre Zukunft als Studierender.