Sozialarbeit

Studienplatzklage Soziale Arbeit

Unter der Bezeichnung soziale Arbeit ist eine angewandte Wissenschaft zu verstehen, die seit den 90er Jahren als Ober- und Sammelbegriff für die traditionellen Fachrichtungen Sozialarbeit und Sozialpädagogik fungiert.

Das Studium beschäftigt sich dabei mit der Geschichte der sozialen Arbeit, deren Theorien, Methoden, Sozialrecht und Organisationslehre. In Deutschland gilt soziale Arbeit als durchaus beliebter Studiengang und wird daher an über 80 verschiedenen Universitäten und Hochschulen angeboten. Nach erfolgreichem Abschluss des Studiums bieten sich für die Absolventen die möglichen Arbeitsfelder Altenheime, Jugendheime, Drogenhilfe, Familienberatung, Betreutes Wohnen, Jugendämter, Flüchtlingshilfe oder Sozialarbeit in Schulen oder Kindertagesstätten an. Dabei orientiert sich das Gehalt für Sozialarbeiter meist an den Tarifen des öffentlichen Dienstes.

Die Arbeit in „Sozialen Brennpunkten“ reizt viele junge Menschen, da es oftmals ein sehr abwechslungsreiches und spannendes Berufsfeld ist. Doch die Beliebtheit des Studienganges schlägt sich auch im Numerus Clausus nieder. So liegt dieser an den meisten Hochschulen zwischen 1,9 und 2,6. 

Bewerber mit einer weniger guten Abiturdurchschnittsnote müssen sich daher beim Ansammeln von Wartesemestern gedulden oder setzen auf eine weitere Möglichkeit: Die Studienplatzklage.

Das Prinzip der Studienplatzklage

Die rechtliche Grundlage für die Studienplatzklage bildet Art. 12 GG, der das Recht auf die freie Berufswahl garantiert. Wird einem Bewerber auf seine Bewerbung um einen Studienplatz hin eine Ablehnung erteilt, so wird dieses Grundrecht verletzt. Allerdings ist es den Universitäten und Hochschulen naturgemäß nicht möglich, alle Bewerber auch tatsächlich zum Studium zuzulassen. Daher entschied das Bundesverfassungsgericht in den 70er Jahren, dass die Verletzung des Art. 12 GG dann gerechtfertigt ist, wenn die Hochschulen die bestehenden Kapazitäten an Studienplätzen auch tatsächlich vollends ausschöpfen. Kommen die Hochschulen und Universitäten dieser maximalen Kapazitätsausschöpfung jedoch nicht nach, so liegt ein verfassungswidriger Eingriff in das Grundrecht auf freie Berufswahl vor. 

Die Hochschulen setzen zu jeder Bewerbungskampagne erneut die bestehenden Kapazitäten für den Studiengang fest. Beginn einer Studienplatzklage ist es, Anträge bei der zu verklagenden Hochschule auf Zulassung außerhalb der festgesetzten Kapazitäten zu stellen, um so durch eine gerichtliche Nachberechnung Fehler bei der Berechnung dieser Kapazitäten aufzudecken. Sollte durch das Gericht das Bestehen zusätzlicher, außerkapazitärer Plätze festgestellt werden, werden diese nach Anordnung des Gerichts über Losverfahren auf die Zahl der klagenden Bewerber verteilt. 

Die professionelle Strategie 

Da für eine Studienplatzklage diverse Fristen zu beachten sind, ist es nicht ratsam sich auf möglicherweise veralteten Websites Informationen zu beschaffen und somit womöglich Nachteile zu erleiden. Vielmehr sollte man sich an einen auf Studienplatzklagen spezialisierten Anwalt wenden und diesem sein Anliegen anvertrauen, damit die Studienplatzklage mit den nötigen aktuellen Fachkenntnissen auf höchstem juristischem Niveau ausgeführt wird. 

Grundsätzlich stehen die Chancen für den Erfolg einer Studienplatzklage im Studienfach Soziale Arbeit besser, als dies etwa bei Humanmedizin der Fall ist. Dennoch sollte nicht bloß gegen eine Hochschule geklagt werden, sondern im besten Fall gegen 3 – 5. Sollten mehr Kläger vorhanden sein, als außerkapazitäre Plätze vom Gericht festgestellt werden, ist die Wahrscheinlichkeit beim Losverfahren einen Platz zugewiesen zu bekommen bei einer Vielzahl von verklagten Hochschulen selbstverständlich höher, als bei lediglich einer. Doch auch hier ist nicht nur die Anzahl, sondern auch die richtige Auswahl der zu verklagenden Universität entscheidend. Wir stehen Ihnen daher gerne mit unserer in über 30.000 verwaltungsgerichtlichen Verfahren erworbenen Erfahrung zur Seite und erarbeiten mit Ihnen gemeinsam eine auf Ihre Bedürfnisse und Wünsche angepasste Strategie.

Kontaktieren sie uns

Als Kanzlei, die sich auf Studienplatzklagen spezialisiert hat, wissen wir, wie wichtig die Wahl des Studienganges für Ihr weiteres Berufsleben ist. Überlassen Sie daher nichts dem Zufall, sondern kontaktieren Sie uns frühestmöglich – bestenfalls noch vor Erhalt der Abiturnoten – um Ihre Chancen auf einen Studienplatz optimal auszunutzen. 

Wir beraten und vertreten Sie gerne auf dem Weg zu Ihrem Traumstudium.