Psychologie

Studienplatzklage Psychologie

Das Studium der Psychologie gehört neben Human- und Zahnmedizin zu den beliebtesten Studiengängen in Deutschland. Das Interesse vieler junger Menschen wird geweckt, wenn es darum geht die Komplexität der menschlichen Psyche zu verstehen. 

Das Psychologiestudium ist an den verschiedenen deutschen Hochschulen unterschiedlich aufgebaut, folgt aber dennoch immer den Vorgaben, die von der Deutschen Gesellschaft für Psychologie als Rahmenprüfungsordnung verabschiedet worden sind. Grundsätzlich ist die Psychologie die Lehre von geistigen und seelischen Vorgängen und Eigenschaften. Diese Lehre wird durch geistig-, sozial- und naturwissenschaftliche Denkmodelle und Forschungsmethoden dargelegt und durch die Erkenntnisse aus Experimenten und Beobachtungen stets aufs Neue geprägt und entwickelt. 

Aufgrund des großen Interesses an diesem Studium, kann nicht immer gewährleitet werden, dass jeder Bewerber einen Studienplatz erhält. Denn zumeist überwiegt die Zahl der Bewerber die Anzahl der freigegebenen Studienplätze. 

So ist die Enttäuschung meistens groß, wenn kurz vor Semesterbeginn nur abweisende Rückmeldungen der Universitäten und Hochschulen eintreffen. Aufgrund der hohen Nachfrage besteht auch im Studiengang Psychologie ein Numerus Clausus. Demnach werden die Studienplätz nur unter denjenigen Bewerbern vergeben, die einen bestimmten Abiturnotendurchschnitt erreicht haben. 

Dazu ein paar Beispiele aus dem Wintersemester 2015/2016:

  • Psychologie an der FU Berlin: Auf 160 Plätze gab es 5.116 Bewerber. 

Der NC lag bei 1,1

  • Psychologie an der HU Berlin: Auf 95 Plätze gab es 4454 Bewerber. 

Der NC lag bei 1,1

  • Psychologie an der Uni München: Auf 119 Plätze gab es 3300 Bewerber. 

Der NC lag bei 1,2

Das Prinzip der Studienplatzklage

Auch wenn die gewünschte Hochschule einen Bewerber aufgrund fehlender innerer Kapazitäten ablehnen würde, wäre der Weg zu einem Studienplatz im Fach Psychologie tatsächlich noch nicht versperrt. Mit einer Studienplatzklage kann der Bewerber seine Chancen auf einen der begehrten Studienplätze erheblich steigern.

Die rechtliche Grundlage für die Studienplatzklage liegt in dem Grundrecht auf die freie Berufswahl welches in Art. 12 GG normiert ist. In der Ablehnung des Bewerbers auf einen Studienplatz liegt eine Einschränkung dieses Grundrechts vor, da an dem gewünschten Studium, welches zum Wunschberuf führt, nicht teilgenommen werden kann. Diese Einschränkung kann jedoch gerechtfertigt sein, wenn sie im Interesse des Allgemeinwohls erfolgt. Das Bundesverfassungsgericht entschied in dieser Angelegenheit, dass die Einschränkung der freien Berufswahl dann zulässig ist, wenn sie erfolgt, weil die ablehnende Hochschule ihre vollen Kapazitäten an Studienplätzen ausgeschöpft hat. Denn selbstverständlich muss es in irgendeiner Hinsicht in rechtlich zulässiger Weise die Möglichkeit geben, die Anzahl der Studierenden an den Hochschulen zu begrenzen.

Da die Hochschulen zu jeder Bewerbungskampagne erneut die Kapazitäten an Studienplätzen berechnen, beginnt die Studienplatzklage zumeist damit, diese Berechnung gerichtlich überprüfen zu lassen und – im Idealfall – weitere außerkapazitäre Plätze durch das Gericht feststellen zu lassen. Durch das Einreichen eines Antrags findet demnach eine überprüfende Berechnung statt, wobei die zusätzlich aufgedeckten Plätze an ausschließlich an die klagenden Bewerber zugewiesen werden. Sollten die Zahl der Kläger größer sein, als die Summe an außerkapazitären Plätzen, entscheidet sich per gerichtlichem Losverfahren, welcher Bewerber einen dieser Plätze erhält. 

Die professionelle Strategie 

Grundsätzlich ist es nicht ratsam, die Klage selbst in die Hand zu nehmen, sich auf – zum Teil veralteten – Websites zu informieren und so durch Fehlinformationen Nachteile zu erleiden. Häufigste Fehlerquelle ist dabei die Einhaltung der für die Studienplatzklage notwenigen Fristen. Gerade im Bereich der Studienplatzklage gibt es diverse Fristen, die sich zu jeder neuen Bewerbungskampagne ändern können und sich in den verschiedenen Bundesländern und Universitäten unterscheiden können. 

Deswegen ist es für den Erfolg einer Studienplatzklage stets ratsam sich mit seinem Anliegen an einen Rechtsanwalt mit aktuellen Fachkenntnissen und umfangreicher Erfahrung im Bereich der Studienplatzklage zu wenden, der ihre Studienklage auf höchstem juristischen Niveau auszuführen weiß. 

Die Erfolgschancen bei einer Studienplatzklage im Fach Psychologie stehen in der Regel besser, als dies in anderen Fachrichtungen der Fall ist. Anders als in Studienfächern wie Humanmedizin ist die Zahl der Kläger geringer, sodass die Wahrscheinlichkeit einen der gerichtlich festgestellten außerkapazitären Plätze zugewiesen zu bekommen vergleichsweise erheblich höher ist. Dennoch empfiehlt es sich nicht lediglich eine Hochschule zu verklagen, sondern bestmöglich 3-5. Denn sollten doch mehr Kläger als außerkapazitäre Plätze vorhanden sein, steigt die Wahrscheinlichkeit im gerichtlichen Losverfahren einen Studienplatz zu erhalten mit jeder weiteren Hochschule. 

Kontaktieren sie uns umgehend!

Da die Wahl des richtigen Studienganges Einfluss auf den restlichen Verlauf des Berufslebens hat, sind wir uns als Kanzlei der Wichtigkeit ihres Anliegens bewusst. Mit der Erfahrung aus über 30.000 Verfahren auf dem Gebiet des Verwaltungsrechts beraten und vertreten wir Sie jederzeit, damit Sie Ihr Wunschstudium aufnehmen können. Dafür ist es sinnvoll, wenn Sie sich frühestmöglich, am besten noch vor Erhalt der Abiturnoten, an uns wenden.

Vertrauen Sie auf unsere kompetente Hilfe und ergreifen Sie die Chance auf Ihren Studienplatz im Fach Psychologie. Es geht um Ihre Zukunft!