Studienplatzklage Medienwissenschaften

Das Studienfach Medienwissenschaften zählt eindeutig zu den neuen Trend-Studiengängen und erfreut sich daher allgemeiner Beliebtheit.

Viele junge Abiturienten fühlen sich von der Beschäftigung mit Massenmedien und öffentlicher Kommunikation angezogen. Doch womit genau befasst sich die Medienwissenschaft und welche Berufsaussichten bietet sie?

Die Medienwissenschaft beschäftigt sich geisteswissenschaftlich mit der Literatur-, Kunst-, Theater- und Musikwissenschaft in Bezug auf Printmedien, Hörfunk, Fernsehen oder Online-Medien.  Hauptbereiche sind dabei Medienanalyse, -theorie und –geschichte. 

Nach erfolgreichem Abschluss stehen dem Absolventen später der Berufseinstieg in eine TV-Produktion, in redaktionelle Bereiche einer Zeitung oder in einer PR-Agentur in Aussicht. Vermutlich ist es grade die Vielseitigkeit an dynamischen Berufsfeldern, die diesen Studiengang für viele so beliebt macht. 

Die steigende Beliebtheit wird vielen Bewerbern jedoch zum Verhängnis, denn die Anzahl der freien Studienplätze kann mit den steigenden Bewerberzahlen nicht mithalten.  

Daher hat sich im Studienfach Medienwissenschaften in den letzten Jahren ein NC herausgebildet, der nur Bewerbern mit einem guten bis sehr guten Abitur eine Chance auf einen Studienplatz gewährt. 

Beispiele aus dem Wintersemester 2017/2018:

HU Berlin: 1,4
Uni Bonn: 1,6
Uni Bochum: 1,3
Uni Paderborn: 1,9

Das Prinzip der Studienplatzklage 

Eine Studienplatzklage eröffnet dem Bewerber die Möglichkeit auf einen Platz im Studienfach Medienwissenschaften, obwohl die eigene Abiturdurchschnittsnote dem Numerus Clausus nicht entspricht. Denn nach Art. 12 GG hat jeder Deutsche das Recht auf die freie Wahl seines Berufes. Die Ablehnung eines Bewerbers auf einen Studienplatz schränkt dieses Grundrecht ein. Es muss für die Universitäten jedoch die Möglichkeit geben, bei einem Überschuss an Bewerbern, einzelne Bewerber abzulehnen. Es muss daher nicht jede Einschränkung des Grundrechts auf freie Berufswahl verfassungswidrig sein. In den 70ern entscheidet das Bundesverfassungsgericht zu dieser Thematik, dass ein solcher Eingriff immer dann verfassungskonform ist, wenn die Hochschulen tatsächlich alle ihnen zur Verfügung stehenden Kapazitäten an Studienplätzen ausgeschöpft haben. 

Diese Gerichtsentscheidung bildet die Grundlage der Studienklage. Dabei nehmen die Studienplatzkläger keinem anderen Bewerber einen Studienplatz weg. Vielmehr führt die Studienplatzklage im Erfolgsfall zur Aufdeckung neuer Studienplätze. Jährlich berechnen die Hochschulen ihre Kapazitäten an Studienplätzen neu. Mit der Studienklage wird diese Berechnung von einem Gericht überprüft. Sollte das Gericht dabei feststellen, dass an einer Hochschule noch weitere, außerkapazitäre Studienplätze vorhanden sind, werden diese an die bestehende Anzahl der Kläger zugewiesen. Ist die Anzahl der Kläger dabei größer als die Zahl der zusätzlich festgestellten Studienplätze, werden diese Plätze per Losverfahren unter den Klägern verteilt. 

Die professionelle Strategie

Da gerade im Bereich der Studienklage eine Vielzahl an Fristen zu beachten sind, empfiehlt es sich nicht den Fehler zu machen, sich selbstständig im Internet zu informieren. Oftmals sind die Websites veraltet, sodass Fehlinformationen dazu führen, dass die Klage nicht erfolgreich verläuft. Die professionelle Hilfe eines auf Studienplatzklagen spezialisierten Rechtsanwalts heranzuziehen und so zu garantieren, dass der Verlauf der Klage auf höchstem juristischem Niveau erfolgt, ist dabei stets die bessere Alternative. 

Grundsätzlich stehen die Chancen für eine erfolgreiche Klage im Fach Medienwissenschaften sehr gut, verglichen mit den Chancen in medizinischen Fächern. Dennoch steigt die Wahrscheinlichkeit einen Studienplatz zugewiesen zu bekommen mit jeder weiteren Hochschule, die verklagt wird. Denn sollte es zu einem Losverfahren kommen, ist es immer besser am Losverfahren mehrerer Hochschulen teilzunehmen. Mit einer Erfahrung, die wir in über 30.000 verwaltungsgerichtlichen Verfahrens sammeln konnten, werden wir gerne die für Sie erfolgversprechendste Strategie mit Ihnen entwickeln. Dabei werden wir sowohl die richtige Auswahl, sowie die richtige Anzahl der zu verklagenden Universitäten individuell auf Ihre Bedürfnisse anpassen.

Kontaktieren sie uns jetzt! 

Die Entscheidung für einen Studiengang setzt den Grundbaustein für das spätere Berufsleben und gestaltet somit einen sehr wichtigen Teil der Zukunft. Die Relevanz dieser Entscheidung für Ihr späteres Leben ist uns als Kanzlei für Studienplatzklagen durchaus bewusst.

Um Ihre Chancen auf einen Studienplatz im Bereich Medienwissenschaft optimal auszunutzen, sollten Sie sich daher frühzeitig – bestenfalls noch vor Erhalt der Abiturzeugnisse – an uns wenden. Wir beraten und vertreten Sie gerne bei einer auf Ihre individuellen Bedürfnisse abgestimmten Studienplatzklage.