Humanmedizin

Studienplatzklage Humanmedizin

Der Beruf des Arztes ist seit je her ein in unserer Gesellschaft hoch angesehener Beruf.

Das Erkennen, Behandeln und Vorbeugen von Verletzungen und Krankheiten ist eine Fähigkeit, dessen Ausübung einen der Grundbausteine des menschenwürdigen Daseins bildet. 

Viele junge Menschen, die die Sinnhaftigkeit dieses Berufes für sich erkannt haben, werden von dem Wunsch angetrieben, ihn um jeden Preis zu erlernen. Doch die Studienplätze im Fach Humanmedizin sind in ihrer Anzahl weitaus begrenzter als die Anzahl seiner Bewerber. 

Eine direkte Zusage bekommen im Bewerbungsverfahren nur 20% der Bewerber. Diese qualifizieren sich nach der Abiturbestenquote, sodass die ersten 20% der Studienplätze meist ausschließlich an Abiturabsolventen mit der Durchschnittsnote bis 1,0 vergeben werden. 

Weitere 20% der Studienplätze werden dann auf die Bewerber mit genügend Wartesemestern verteilt. Nicht selten warten die Bewerber bis zu 14 Semester, um auf diesem Wege einen Platz zu erlangen. 

Die verbliebenen 60% der Studienplätze werden durch das individuelle Bewerbungsverfahren der jeweiligen Hochschule vergeben, welches sich bei der Vergabe der Plätze, beispielsweise neben der Heranziehung der Abiturnote, auf Auswahlgespräche, Medizinertests oder die Heranziehung bereits bestehender Ausbildungen im Bereich der Heilberufe, fokussiert. Doch auch im individuellen Verfahren der Hochschulen gehen Bewerber mit einer Abiturdurchschnittsnote schlechter als 1,6, trotz weiterhin vorliegender Qualitäten, oftmals leer aus. 

Den Umstand, niemals Arzt werden zu können, nur weil das eigene Abitur nicht im Bereich dieser Besten-Quote liegt, muss jedoch nicht jeder Bewerber kampflos akzeptieren. Eine Studienplatzklage ermöglicht es den Bewerbern erneut die Chance auf das Erlernen ihres Wunschberufes zu ergreifen. 

Das Prinzip der Studienklage

Die rechtliche Grundlage der Studienplatzklage bildet das Grundrecht auf die freie Berufswahl nach Art. 12 GG. Durch die Festsetzung eines Numerus clausus wird dieses Grundrecht eingeschränkt. Jedoch darf dieses Grundrecht nur aus zwingenden Gründen des Allgemeinwohls eingeschränkt werden. Diese Gründe liegen bei der Studienzulassung mit den beschränkten Kapazitäten der Hochschule vor. Nicht alle Universitäten können alle Bewerber zulassen, die gerne Mediziner werden würden. Das Bundesverfassungsgericht entschied daher, dass das Grundrecht des Art. 12 GG dann nicht verletzt ist, wenn die vorhandenen Ausbildungskapazitäten auch tatsächlich voll ausgeschöpft werden. 

Jahr für Jahr werden die Ausbildungskapazitäten von den Hochschulen neu errechnet und im regulären Vergabeverfahren an die Bewerber vergeben. Jedoch machen die Hochschulen bei der Berechnung der Anzahl der Studienplätze oftmals Fehler. In den gerichtlichen Studienplatzklageverfahren werden die Berechnungen daher anschließend auf Kapazitäten für zusätzliche Studienplätze überprüft. Mittels juristischem Beistand gilt es hier, Anträge an den zu verklagenden Hochschulen auf Zulassung außerhalb der festgesetzten Kapazität zu stellen, um Fehler bei der Berechnung aufzudecken und im Idealfall zusätzliche – außerkapazitäre – Plätze zu finden. Diese Plätze werden anschließend, nach Anordnung des Gerichts, per Losverfahren an die Zahl der Bewerber verteilt. 

Die professionelle Strategie 

Für die Studienplatzklage in Medizin sind diverse Fristen zu beachten, die sich teilweise zu jeder Bewerbungskampagne ändern und in den verschiedenen Bundesländern und Universitäten variieren. Es besteht daher immer die Gefahr sich auf veralteten Websites zu informieren, sich auf diese Fehlinformationen im Internet zu verlassen und so erhebliche Nachteile zu erleiden. Aktuelle Fachkenntnisse auf höchsten juristischem Niveau sind für die Erfolgschance ihrer Studienplatzklage daher unerlässlich!

Grundsätzlich werden jedes Jahr in den gerichtlichen Nachberechnungen weniger Plätze gefunden, als Kläger vorhanden sind. Mit jeder weiteren Hochschule, die der Bewerber auf einen Studienplatz verklagt, verbessert sich also im Sinne der Wahrscheinlichkeit die Chance im gerichtlichen Losverfahren einen Studienplatz zugewiesen zu bekommen. Selbstverständlich steigen mit jeder weiteren Hochschule, die man verklagt, auch die Kosten.

Ein erfahrener Fachanwalt kann jedoch, unter Berücksichtigung ihres Budgets, eine professionelle Einschätzung über die Anzahl der Klagen und Auswahl der Hochschulen treffen. Dies ist Teil einer langfristig angelegten Strategie, die wir mit Ihnen gemeinsam erarbeiten wollen. Und denken Sie daran: Es geht um Ihre Zukunft!

Kontaktieren sie uns 

Uns als Kanzlei ist bewusst, dass die Wahl des richtigen Studienganges eine Entscheidung darstellt, die das Leben enorm beeinflusst. Vertrauen Sie uns daher Ihre Chance auf Ihren Studienplatz für Humanmedizin an und kontaktieren Sie uns frühestmöglich, bestenfalls bereits vor Beendigung des Abiturs. Mit unserer in über 30.000 verwaltungsgerichtlichen Verfahren gesammelten Erfahrung stehen wir Ihnen auf Ihrem Weg zum Medizinstudium jederzeit mit kompetentem und fachlich versierten Rat zur Seite.