Studienplatzklage Betriebswirtschaftslehre

Die Betriebswirtschaftslehre (BWL) ist eine Einzelwissenschaft der Wirtschaftswissenschaften und beschäftigt sich mit der Führung, Analyse, Organisation und Entwicklung von Betrieben.

Die Grundannahme des Studiums basiert auf dem Gedanken, dass Güter knapp sind und somit ein ökonomischer Umgang mit eben diesen Gütern erforderlich ist. So werden während des Studiums Fachwissen im Rechnungswesen und der Volkswirtschaftslehre sowie Marketing- und Managementkenntnisse vermittelt

Bei deutschen Studenten gilt Betriebswirtschaftslehre statistisch als eines der beliebtesten Studienfächer. Dabei bilden sich neben den klassischen Studiengängen der Universitäten, wie Betriebswirtschaftslehre und Volkswirtschaftslehre, besonders an den Fachhochschulen vermehrt wirtschaftswissenschaftliche Studiengänge aus. Diese konzentrieren sich meist nur auf eine bestimmte Wirtschaftsbranche oder haben einen internationalen Bezug. Das Studium wird daher an einer Vielzahl von staatlichen und privaten Universitäten und Hochschulen in Deutschland in einer seiner vielseitigen Formen angeboten. 

Bei erfolgreichem Abschluss verspricht es, je nachdem welchen Schwerpunkt man während seines Studiums gesetzt hat, eine Vielzahl an Berufsmöglichkeiten aus unterschiedlichen Bereichen. Dem erfolgreichen Absolventen stehen daher durchaus viele Türen offen. Folgende Tätigkeitsbereiche kommen beispielsweise in Betracht: 

  • Controller im Unternehmen
  • Unternehmensberatung
  • Marketingberater
  • Geschäftsführung/Vorstand
  • Assistenz der Geschäftsführung

Vermutlich ist es grade diese Bandbreite an offenen Jobalternativen, die das Studium der Betriebswirtschaftslehre so interessant macht. Die hohe Nachfrage führt jedoch dazu, dass oftmals die Zahl der Bewerber diejenige der freien Studienplätze übersteigt. Daher stellt Betriebswirtschaftslehre einen der nicht-zulassungsfreien Studiengänge in Deutschland dar. Es wird daher ein bestimmter Numerus Clausus vorausgesetzt, weshalb die Studienplätze nach Abiturdurchschnittsnoten vergeben werden. 

Dazu ein paar NC-Beispiele aus dem Wintersemester 2017/2018

  • Hu Berlin: 1,9
  • FU Berlin: 1,5
  • Uni Frankfurt: 1,3
  • Uni Hamburg: 2,2
  • Uni Münster: 2,1

Das Prinzip der Studienplatzklage 

Die rechtliche Grundlage für die Studienplatzklage bildet Art. 12 GG, der das Recht auf die freie Berufswahl schützt. Durch die Ablehnung einiger Bewerber auf einen Studienplatz wird dieses Grundrecht verletzt. Doch die Verletzung kann aus zwingenden Gründen des Allgemeininteresses gerechtfertigt sein. Solche Gründe liegen vor, wenn die Universitäten und Hochschulen nur begrenzte Kapazitäten haben und nicht jeden Bewerber annehmen können, der sich für ein Studium im Fach Betriebswirtschaftslehre beworben hat.  Das Bundesverfassungsgericht entschied daher durch Urteil, dass die Verletzung des Art. 12 GG dann gerechtfertigt ist, wenn die Hochschulen diese bestehenden Kapazitäten auch tatsächlich vollends ausgeschöpft haben. Kommen sie dieser maximalen Kapazitätsausschöpfung jedoch nicht nach, so liegt ein verfassungswidriger Eingriff in das Grundrecht auf freie Berufswahl vor. 

Die Universitäten und Hochschulen setzen zu jeder Bewerbungskampagne erneut die bestehenden Kapazitäten für den Studiengang Betriebswirtschaftslehre fest. Beginn einer Studienplatzklage ist es daher zumeist, Anträge bei der zu verklagenden Hochschule auf Zulassung außerhalb der festgesetzten Kapazität zu stellen, um so durch eine gerichtliche Nachberechnung Fehler bei der Berechnung dieser Kapazitäten aufzudecken. Sollte durch das Gericht das Bestehen zusätzlicher, außerkapazitärer Plätze festgestellt werden, so werden diese nach Anordnung des Gerichts über ein Losverfahren unter den klagenden Bewerbern aufgeteilt. 

Die professionelle Strategie 

Da für eine Studienplatzklage diverse Fristen zu beachten sind, ist es nicht ratsam sich auf möglicherweise veralteten Websites Fehlinformationen zu beschaffen und somit womöglich Nachteile zu erleiden. Vielmehr sollte man sich an einen auf Studienplatzklagen spezialisierten Fachanwalt wenden und diesem sein Anliegen anvertrauen, damit die Studienplatzklage mit den nötigen aktuellen Fachkenntnissen auf höchstem juristischen Niveau ausgeführt wird. 

Grundsätzlich bestehen im Studienfach Betriebswirtschaftslehre Chancen mittels einer Studienplatzklage an einen der begehrten Studienplätze zu gelangen. Dennoch sollte nicht bloß gegen eine Hochschule geklagt werden, sondern im besten Fall gegen 3-5. Denn sollten mehr Kläger vorhanden sein, als außerkapazitäre Plätze vom Gericht festgestellt werden, ist die Wahrscheinlichkeit beim Losverfahren einen Platz zugewiesen zu bekommen bei einer Vielzahl von verklagten Hochschulen selbstverständlich höher, als dies bei einer Einzigen der Fall wäre. 

Kontaktieren sie uns frühestmöglich

Die Wahl des Studienganges ist eine für das spätere Berufsleben ausschlaggebende Entscheidung, dessen ist sich unserer Kanzlei bewusst!

Mit der Erfahrung aus über 30.000 verwaltungsgerichtlichen Verfahren stehen wir Ihnen jederzeit zur Verfügung. Kontaktieren Sie uns daher frühestmöglich, am besten bereits vor Beendigung des Abiturs. Nehmen Sie unsere kompetente Hilfe in Anspruch und vertrauen Sie uns auf Ihrem Weg zum Studienplatz im Fach Betriebswirtschaftslehre.