Studienplatz einklagen - Ausblick in die Zukunft

Es sieht nicht so aus, als ob die Anzahl der Bewerber in den zulassungsbeschränkten Studienfächern signifikant zurückgehen werden. Immer mehr angehende Studenten bewerben sich für eines dieser Fächer und auch in den letzten Jahren ist der Konkurrenzdruck hier sehr hoch. Auf der anderen Seite wird das Angebot der Hochschulen nur sehr schleppend aufgebaut, weil einfach keine Mittel für einen effektiven Aufbau von Kapazitäten vorhanden sind. Aus diesem Grund müssen die Hochschulen an ihrem strengen Vergabesystem festhalten und damit wird in Zukunft auch die Bedeutung der Studienplatzklage ansteigen.

Sich gegen diese Masse an Konkurrenten durchzusetzen ist nun ausgesprochen schwer und deshalb sind alternative Möglichkeiten an einen begehrten Studienplatz zu kommen auch so beliebt. Schon seit über 30 Jahren gibt es die Studienplatzklagen und ein Ende ist noch lange nicht in Sicht. Auch die Erfolge, die mit der Studienplatzklage schon erreicht wurden, sind sehr gut, denn es werden regelmäßig Fehler in der Kapazitätsberechnung aufgedeckt, die dann auch der Verbesserung des gesamten Systems dienen können.

Auf der anderen Seite hat es jedoch auch Nachteile. Weil immer mehr Menschen die Möglichkeiten der Studienplatzklage nutzen, sinken die Chancen jedes einzelnen. Man kann dieser Entwicklung entgegenwirken, in dem man mehrere Hochschulen auf einmal verklagt, doch muss man hier auch die hohen Kosten bedenken, die sich hier aufsummieren können. Hier sollte man einen Rechtsanwalt vom Fach hinzuziehen, der sich mit dieser Materie sehr gut auskennt und der in allen wichtigen Fragen kompetent beraten kann.